Funktionen

RabbitBreeder ist ausschließlich für Kaninchen gebaut. Nur deshalb kann diese Liste so konkret ausfallen: Kein Punkt darin ist ein umbenanntes Allzweckfeld aus der Nutztierhaltung, und für mehrere dieser Module gibt es in einer Software, die nebenbei auch ein Pferd beschreiben muss, schlicht keine Entsprechung.

Zuchtzyklus

Der Zyklus ist als Zustandsmodell hinterlegt, nicht als Kalendererinnerung. Alle Termine ergeben sich aus dem Deckdatum, und eine Häsin, die nicht aufnimmt, durchläuft dieselben Stationen wie eine tragende.

  • Verpaarung, Trächtigkeitskontrolle, Wurfkiste, Wurf und Absetzen als ein durchgehender Zyklus, alle Termine aus dem Deckdatum berechnet
  • Beobachtungen zur Deckbereitschaft, die in die Belegplanung einfließen
  • Fenster für die Trächtigkeitskontrolle, aus dem Deckdatum berechnet
  • Wurfkiste am 28. Tag, terminiert aus der Verpaarung
  • Lebend geboren, tot geboren und abgesetzt als getrennte Zahlen
  • Jungtiere zwischen Häsinnen umsetzen, beide Würfe bleiben richtig gezählt
  • Intensiver, halbintensiver und extensiver Belegrhythmus, mit Rücksicht auf die Kondition der Häsin
  • Ein Wurf von der Geburt über die Wurfkontrollen bis zum Absetzen in einem Datensatz
  • Aufgabenvorlagen, die aus dem Zyklus ausgelöst werden und nicht aus einer To-do-Liste

Genetik und Abstammung

Ahnentafeln entstehen aus den Zuchtdaten selbst. Die Abstammung kann damit gar nicht erst von dem abweichen, was im Stall tatsächlich passiert ist.

Gesundheit und Behandlung

Behandlung und Verlust werden am einzelnen Tier festgehalten. Genau das macht einen Ausbruch sichtbar, solange er noch klein ist.

  • Gesundheitsereignisse am einzelnen Kaninchen dokumentiert
  • Behandlungen mit Dosis, Intervall und Erinnerung
  • Wartezeiten mitgeführt, damit behandelte Tiere nicht zu früh verkauft werden
  • Pflegeprotokolle je Betrieb, mit Abweichungen für das einzelne Tier
  • Verluste und Vorfälle mit Ursache, Altersstufe und Käfigmaßen
  • Verluste so eingeordnet, dass Muster über Monate sichtbar werden
  • Auffällige Befunde werden eskaliert, statt ungelesen liegen zu bleiben

Stallarbeit

Die Stallhälfte des Produkts. Eine Stallkarte zu scannen geht schneller, als ein Tier in einer Liste zu suchen, und funktioniert mit einer Hand.

  • QR-Stallkarten, die das Tier auf dem Handy öffnen
  • Scannen und das Tier in einen anderen Käfig umsetzen
  • Arbeitsgänge werden erfasst, während sie im Stall laufen
  • Scannen und die Aufgabe abschließen, vor der Sie gerade stehen
  • Käfigbelegung in Echtzeit, bei jeder Umsetzung mitgeführt
  • Tagesarbeit für den ganzen Betrieb geplant, nicht Tier für Tier
  • Arbeitszeiten je Betrieb, damit Überfälliges zu Ihren Zeiten eskaliert und nicht um drei Uhr nachts

Jungtiere und Schlachtung

Tiere für den Verkauf und Tiere für die Zucht sind zwei verschiedene Bestände. Sie in einer Liste zu führen ist der häufigste Fehler in der Kaninchenbuchführung.

  • Jungtiere als Gruppe geführt, getrennt vom Zuchtbestand
  • Regeln für Ohrnummer und Tätowierung, je Betrieb einstellbar
  • Bewertungstermine mit Punktvergabe und Fotos
  • Besitzwechsel zwischen Betrieben, der Datensatz bleibt erhalten
  • Schlachtdurchgänge als Gruppe, mit Ergebnis je Durchgang
  • Schlachtung gegen den Bestand gebucht statt geschätzt

Fütterung

Rationen werden aus einer Futtermitteldatenbank berechnet, damit die Futterkosten je Tier aus der tatsächlichen Zusammensetzung stammen und nicht aus einer Schätzung.

  • Rationsberechnung gegen die Nährstoffziele der jeweiligen Lebensphase
  • Futtermitteldatenbank mit Getreide- und Kleiezusammensetzungen
  • Kostenloser Futterrechner, ohne Konto nutzbar
  • Futterkosten je Tier und je Wurf aus der tatsächlichen Rezeptur

Verkauf und Rückverfolgbarkeit

Der Verkauf gehört ins Zuchtbuch und nicht in eine zweite Tabelle. Der Tierpass wandert mit dem Tier zum Käufer.

Wissensdatenbank

Nachschlagewerk mit Quellenangabe statt Behauptung — in jeder Sprache, die das Produkt spricht.

Was ein Mehrarten-Modell nicht abbilden kann

Wer Hunde, Rinder und Alpakas in derselben Software führt, muss das Tier allgemein modellieren. Für einen gemischten Betrieb ist das ein Vorteil, für eine Kaninchenzucht ein echter Verlust: Es gibt kein allgemeines Feld für die Wurfkiste am 28. Tag, für den Belegrhythmus einer Häsin, für Jungtiere, die als Gruppe und nicht als Einzeltiere geführt werden, oder für einen Schlachtdurchgang. Das sind keine Einstellungen, die wir nachgerüstet haben — so ist das Produkt geschnitten.