Havanna

Havana · Standard Havana · Havane français

Fur / Pelt
Fancy / Show
Anerkennung:
ARBA
BRC

Das Havanna ist ein kompaktes, intensiv gefärbtes Kaninchen, dessen belegte internationale Geschichte 1898 mit schokoladenfarbenen Nachkommen einer holländer-gezeichneten Häsin in Ingen in den Niederlanden beginnt. Der erste Name bedeutete „Feuerauge aus Ingen“; Havana bezog sich später auf die dunkle Zigarrenfarbe, nicht auf kubanischen Ursprung. Die ARBA erkannte Standard Havana 1916 an und nennt heute fünf Varianten—Chocolate, Black, Blue, Broken und Lilac—mit maximal 6,5 lb (2,95 kg). Frankreich führt ein eigenes Havane français aus der Normandie mit Garenne- und Russe-Abstammung, Standard von 1914 und Ideal 2,5–2,9 kg. Diese Populationen dürfen nicht zu einem erfundenen Weltstandard verschmolzen werden. Eine Satinfell-Mutation erschien 1930 im Havana-Bestand von Walter Huey und trug zur separaten Rasse Satin bei; normales Havanna-Fell ist deshalb nicht satinisiert. Garantiert ruhiges Wesen, fünf Junge, 56 Prozent und 14 Wochen sind nicht belegt.

Redaktionell geprüfter Rasseartikel
Letzte Quellenprüfung:
Kurze Fakten
Herkunft
Ingen, Niederlande; Name verweist auf Zigarrenfarbe
Geprüfte Gewichtsangabe
ARBA max. 2,95 kg; französisches Ideal 2,5–2,9 kg
Geprüfter Standard / Geschichte
Niederländische Linie 1898; ARBA-Anerkennung 1916

Niederländische Schokoladenlinie ab 1898; ARBA-Anerkennung 1916. ARBA-Maximum 6,5 lb (2,95 kg).

Vom Feuerauge 1898 zu verschiedenen nationalen Standards

Der Havana-Club führt Chocolate auf eine holländer-gezeichnete Häsin in Ingen 1898 und den Namen auf die Farbe von Havanna-Zigarren zurück. Die ARBA nahm Standard Havana 1916 an, der US-Club entstand 1925. Blue wurde 1965 entwickelt, Black 1980, Broken 2008 und Lilac 2016 anerkannt. Der französische Verband dokumentiert Havane français separat: Normandie, Züchter J. Lemarie, Garenne und Russe in der Abstammung, erster Standard am 23. März 1914. Ein Name umfasst somit Populationen mit verschieden belegter Entwicklung.

Kompakter US-Typ und separates französisches Zigarrenbraun

Die ARBA beschreibt eine kompakte Rasse in fünf Varianten und nennt maximal 6,5 lb (2,95 kg). Der US-Club betont kurzen kompakten Körper, durchgehende Oberlinie, ausgeglichene Tiefe und Breite, intensive Farbe und glänzendes nerzartiges Normalfell. Das französische Profil 2026 verlangt ein dunkles Zigarrenbraun mit bläulicher Unterfarbe, dichtes geschmeidiges feines Fell, harmonisch gerundeten Körper und ideal 2,5–2,9 kg. Das sind registryspezifische Kriterien, keine gemeinsame geschlechtliche Spanne von 2,0–3,0 kg.

Intensive Farbe garantiert kein einfaches Wesen

Aktuelle US- und französische Angaben garantieren weder ruhiges noch anfängerfreundliches Verhalten. Es hängt von Schmerz, Angst, Hormonen, früher Handhabung, Sozialerfahrung und Haltung ab. Bieten Sie Verstecke, Futtersuche, berechenbare Abläufe und einen verträglichen Kaninchenpartner. Arbeiten Sie am Boden und mit Belohnungen. Wenn Anheben nötig ist, Brust und gesamte Hinterhand stützen; nicht an Ohren oder Haut heben. Plötzlicher Rückzug oder Aggression verlangt Prüfung von Gesundheit und Umgebung.

Raum, Faser und Kondition zählen mehr als Fellglanz

Dauerhaft verbundener Wohn- und Bewegungsraum muss mehrere volle Sprünge, Aufrichten, Strecken, Drehen, Erkunden und Rückzug erlauben. Der Boden soll trocken, stabil und rutschfest sein. Füttern Sie unbegrenzt Grasheu und ständig frisches Wasser, geeignetes Blattgrün und abgemessene Alleinpellets nach Alter, Wachstum, Reproduktion und Kondition. Nicht für eine runde Silhouette überfüttern. Appetit, Kot, Gewicht, Zähne, Krallen, Füße, Fell und Bewegung kontrollieren. Im Haarwechsel häufiger bürsten.

Für eine Havanna-spezifische erbliche Kieferkrankheit fehlt Evidenz

Die offiziellen Quellen dokumentieren weder erbliche Kieferkrankheit noch eine einzigartige Krankheitsprävalenz beim Havanna. Nutzen Sie allgemeine Prävention: Faser, Gewichtskontrolle, Traktion und trockene Ruhe, Zahnbeobachtung, regionale Parasitenkontrolle und lokale Impfempfehlungen. MSD beschreibt Zahnerkrankung, Magen-Darm-Stase, Hitzestress und Pododermatitis als Kaninchenprobleme, nicht Havanna-Diagnosen. Weniger Futter oder Kot, Durchfall, Aufgasung, Atemnot, Kopfschiefhaltung, Schmerz oder Apathie erfordern rasch tierärztliche Hilfe.

Registeridentität, Farbe und Fellart getrennt erfassen

Vor der Paarung festlegen, ob ARBA Havana, Havane français oder ein anderer Standard Ziel ist. Stammbaum, Variante, Farbgleichmäßigkeit, Unterfarbe, Textur und Glanz des Normalfells, Adultgewicht, Körperbalance, Gebiss, Füße, Bewegung, Paarungen, alle Geburten und Verluste, Wachstum und Erholung der Häsin dokumentieren. Nicht nur dunklere Farbe oder Rundung auf Kosten der Gesundheit wählen. Die Satinmutation entstand 1930 in Havana-Bestand und begründete eine eigene Rasse; normales Havanna ist nicht automatisch Satin. Belege für fünf Junge, 56 Prozent, 42/56-Tage-Zyklen oder 14 Wochen fehlen.

  • Vor Gewichts- oder Farbvergleichen den nationalen Verband nennen.
  • Farbe, Unterfarbe, Normalfell, Körperbau, Geburten und Gesundheit erfassen.
  • Historische Satinmutation nicht mit normalem Havanna-Fell verwechseln.

Häufige Fragen

Wie viel wiegt ein Havanna-Kaninchen?

Die ARBA nennt maximal 6,5 lb (2,95 kg). Das separate französische Havane hat ideal 2,5–2,9 kg; daher immer den Verband nennen.

Welche Havanna-Farben erkennt die ARBA an?

Chocolate, Black, Blue, Broken und Lilac. Andere nationale Standards können die Rasse anders gliedern.

Stammt das Havanna aus Kuba?

Nein. Die belegte Linie begann 1898 in Ingen, Niederlande; der Name verweist auf die Zigarrenfarbe.

Sind Havanna und Satin dieselbe Rasse?

Nein. Eine Satinmutation erschien 1930 im Havana-Bestand und trug zur separaten Rasse Satin bei.

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